Rapporto annuale 2022
La Mobility Società Cooperativa può vantare un anno ricco di novità, che può essere sintetizzato con il termine «focalizzazione». Concentrarsi sul core business del car sharing, concentrarsi sulle auto elettriche e, non da ultimo: L'attenzione è rivolta al miglioramento dell'esperienza dei clienti.
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Auf das nächste Vierteljahrhundert!
Geteilte Mobilität ist so aktuell wie nie. Das Privatauto verliert an Strahlkraft, fossile Antriebsformen stehen vor dem Aus und immer mehr Städte und Kommunen verpflichten sich angesichts der Klimakrise zu nachhaltigen Mobilitätsmodellen. Mittendrin steht seit 1997 unsere Genossenschaft als erfolgreichste Carsharing-Anbieterin des Landes.
Im vergangenen Jahr ist Mobility 25 Jahre alt geworden und das schönste Geburtstagsgeschenk haben wir von unseren Kundinnen und Kunden erhalten. Denn ein Vierteljahrhundert nach der Gründung ist die Zahl der Nutzenden erstmals über die Viertelmillion-Grenze geklettert: Auf 261'000. Wow! Hätten sich das die Gründer:innen der beiden Vorgänger-Genossenschaften ATG AutoTeilet und ShareCom wohl träumen lassen, als sie 1987 unabhängig voneinander mit dem Teilen von Autos begannen?
Damals wie heute sind Idealismus und Durchhaltewillen gefragt, wenn es um die Mobilitätswende und eine nachhaltige Gesellschaft geht. Bis 2040 will Mobility klimaneutral sein. Wir sind auf gutem Weg und haben Ende 2022 die 10-Prozent-Marke erreicht. Inzwischen stehen in allen Kategorien – von Budget bis Transporter – elektrisch angetriebene Fahrzeuge zur Verfügung, was uns extrem freut. Natürlich gibt es Herausforderungen bei dieser Umstellung, aber wir können auf viele motivierte Partner:innen zählen, mit denen wir das Ziel erreichen werden.
Mobility ist seit jeher zur Innovation verpflichtet und testet immer wieder nachhaltige Mobilitätsformen. Aber nicht jede Neuerung funktioniert. Das gilt unter anderem für das Freefloating-Angebot in Basel, welches wir im letzten Sommer nach acht Jahren beendet haben – wegen hohem Betriebsaufwand und mangelnder Rentabilität. Doch wer nichts wagt, der nichts gewinnt, und so bleiben wir auch künftig unserer Pionierrolle treu. Mit V2X Suisse testen wir aktuell das Potenzial des bidirektionalen Ladens, Zudem engagieren wir uns in Forschungsprojekten zur Batterielebensdauer.
Gleichzeitig haben wir 2022 unser Kern-Angebot mit mehreren Massnahmen verbessert. So lassen sich die Fahrzeuge jetzt mittels Smartphone (Bluetooth) öffnen und schliessen. Zudem hat Mobility die Angebote und Tarife modernisiert. Unter anderem heisst das: Lange Fahrten werden durch Tagespakete attraktiver, Genossenschafter:innen erhalten Zusatzrabatte für Mehrtagesausflüge, und die Jahres- wird zur Monatsgebühr. Gleichzeitig wollen wir verstärkt junge Menschen von den Vorteilen des Carsharings überzeugen und haben speziell für sie ein Angebot kreiert. Dank MobilityYOUNG fahren Personen unter 28 Jahren besonders günstig und flexibel.
Wir haben im vergangenen Jahr viel erreicht und umgesetzt. Insbesondere, da die weltweiten Krisen auch vor uns nicht halt machen. Wie viele andere Unternehmen haben wir die kriselnde Wirtschaft, die steigenden Energiepreise und die zurückhaltende Konsumentenstimmung gespürt. Trotzdem hat es Mobility geschafft, den Umsatz leicht zu steigern. Der Jahresgewinn fällt mit 1.4 Millionen Schweizer Franken besser aus als erwartet.
Auch das kommende Jahr wird nicht einfach – im Gegenteil. Die wirtschaftliche Situation ist volatil und immer mehr Akteure möchten ein Stück des Shared Mobility Marktes. Wir stellen uns den Herausforderungen und investieren weiter in digitale Lösungen, die das Erlebnis für unsere Nutzenden verbessern und den Schweizerinnen und Schweizern den Umstieg auf Carsharing so einfach und angenehm wie möglich machen.
Für die nächsten 25 Jahre bleiben wir ungebrochen optimistisch. Denn Mobility hat sich eine starke Position erarbeitet und vieles richtig gemacht. Zudem gibt es nach wie vor Luft nach oben zum Wachsen, da immer noch (zu) wenige Fahrzeuge im Land geteilt werden. Wir bleiben dran und gestalten die nachhaltige Mobilität aktiv mit – durch Erfahrung, Kühnheit und Innovation.
Herzlichen Dank für deine Unterstützung und dein Interesse. Wir wünschen dir viel Spass mit dem vorliegenden Geschäftsbericht 2022.
- 35 Jahre Carsharing, 25 Jahre Mobility
Mobility ist ein Kind von mehreren Pionieren, die 1987 in Stans und Zürich fast gleichzeitig zwei Genossenschaften mit demselben Zweck gegründet haben: Den Mitgliedern günstige, flexible und nachhaltige Mobilität anzubieten. Sprich: Geteilte Fahrzeuge. Rolf Fischer, Mitbegründer der AutoTeilet Genossenschaft, sagt heute: «Wir wollten die Mobilität nachhaltig verändern.» Und Conrad Wagner, ebenfalls Mitbegründer, ergänzt: «Unser Antrieb war von Anfang an, das Verkehrsvolumen zu senken und gleichzeitig eine bewusst gestaltete Mobilität zu ermöglichen.» Zehn Jahre verfolgten die beiden Genossenschaften diese Ziele eigenständig, auch wenn es früh schon Bestrebungen für eine Fusion gab. 1997 war es dann soweit: Die ATG AutoTeilet und ShareCom schlossen sich zusammen und gründeten gemeinsam die Mobility Genossenschaft. Mit dem Namen Mobility CarSharing Schweiz wollte man sich bewusst als breite und neue Mobilitätslösung in der ganzen Schweiz positionieren.
Zu Beginn nutzten nur wenige Idealistinnen und Idealisten das geteilte Auto – jedenfalls im Vergleich zu heute. Immerhin standen bereits 760 Fahrzeuge zum Teilen zur Verfügung. Auch weil das Budget für grosse Werbeaktionen fehlte, wählte man bewusst die durchgängig rote Farbe der Autos, damit diese auf der Strasse auffallen. Schnell zeigte sich: Das Angebot stösst auf regen Zuspruch: In den ersten Jahren konnte das Unternehmen regelmässig über 100 Prozent Wachstum verzeichnen.
Seit der Gründung von Mobility ist viel passiert und es würde den Rahmen sprengen, hier alles aufzuzählen. Deshalb ein paar Auszüge: 2000 zieht das Unternehmen mit 100 Mitarbeitenden in Luzern an die Gütschstrasse, 2018 folgt der Wechsel nach Rotkreuz, 2006 wird gemeinsam mit den SBB das Angebot Click&Drive (heute mobilityEASY) lanciert. Ein Jahr später kommt die beliebte Fahrzeug-Kategorie Budget und kurz darauf die App, mit der man neu die Reservationen tätigen kann. 2014 startet der Versuch mit Freefloating in Basel, der acht Jahre später wieder eingestellt wird. Ab 2017 ist Mobility in allen Schweizer Gemeinden mit über 10‘000 Einwohnenden präsent. 2020 setzt sich die Genossenschaft das Ziel, die ganze Flotte in den nächsten Jahren auf E-Autos umzustellen und ab 2040 klimaneutral zu wirken. Ende 2022 fahren 10 Prozent der Flotte elektrisch. Der Blick zurück zeigt: Mobility ist eine Erfolgsgeschichte und das soll so bleiben. Zeit, neue Meilensteine zu setzen.
- Ökologische Nachhaltigkeit
300 E-Fahrzeuge – es geht voran!
Carsharing ist per se eine nachhaltige Mobilitätsform. Wer Autos teilt, ist öfters mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Und ein Mobility-Fahrzeug ersetzt im Durchschnitt 11 Privatfahrzeuge. Das heisst: Weniger Parkplätze, weniger Stau und weniger graue Energie, die in die Produktion von Autos gesteckt werden muss. Damit nicht genug: Mobility ist auf dem Weg, die ganze Flotte auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Bis 2030 soll dieses Ziel erreicht sein. Im Dezember 2022 feiert die Genossenschaft diesbezüglich einen wichtigen Meilenstein: In Thun wird das 300. Elektroauto inklusive Ladesäule in Betrieb genommen, womit nun jedes 10. Fahrzeug elektrisch unterwegs ist. Und die Umstellung geht zügig weiter.In allen Kategorien gibt’s jetzt Stromautos
Egal, was für ein Fahrzeug benötigt wird: In allen Hauptkategorien – von Budget bis Transporter – stehen den Kundinnen und Kunden seit dem letzten Jahr elektrisch angetriebene Fahrzeuge zur Verfügung. Am Standort Bahnhof Bern kann Mobility im September endlich den ersten Elektro-Transporter platzieren, bis Ende 2022 kommen weitere hinzu. Und die Mobility-Nutzenden lieben E-Autos: An praktisch allen Standorten, wo sowohl Elektro- als auch fossil angetriebene Fahrzeuge stehen, sind die Stromfahrzeuge deutlich stärker ausgelastet.Herausforderungen auf dem Weg zur Elektroflotte
Die Elektrifizierung von 3000 Autos und Parkplätzen ist eine grosse finanzielle und organisatorische Herausforderung – insbesondere der Ausbau des Ladesäulennetzes. Unter anderem muss Mobility mit hunderten Vermieterinnen und Vermietern Gespräche führen, um bei allen bestehenden Standorten Stromanschlüsse einzurichten. Dort, wo dies technisch oder aus anderen Gründen nicht möglich ist, müssen in den nächsten Jahren Alternativstandorte gesucht werden. Weitere Aspekte sind die Preisanstiege sowie Lieferschwierigkeiten von E-Autos und Elektronikbauteilen, die einen noch schnelleren Ausbau der Elektroflotte im Berichtsjahr verhindert haben. Sehr positiv dagegen ist die spürbare Motivation aller aktiven Partner:innen, die nachhaltige, elektrischen Wende gemeinsam zu schaffen.Raiffeisenbanken setzen auf E-Autos von Mobility
Die Kooperation zwischen den beiden Genossenschaften Mobility und der Raiffeisen-Gruppe ist Anfang 2022 gestartet und ermöglicht allen Raiffeisenbanken schweizweit, ein Elektroauto zum Teilen vor ihren Türen zu platzieren. Sie stellen den Parkplatz zur Verfügung und beteiligen sich an den Betriebskosten, Mobility organisiert die Fahrzeuge und die Ladesäulen. Nach knapp einem Jahr ist das Zwischenfazit erfreulich: 16 Standorte sind in Betrieb genommen worden (inkl. Bewilligung und Platzierung Ladesäule), und 2023 sollen nochmals doppelt so viele hinzukommen. Von den geteilten Autos profitieren sowohl Kundinnen und Kunden von Raiffeisen als auch Mitarbeitende der Bank – dank verschiedener Sonderangebote und Vergünstigungen. Gleichzeitig baut Mobility durch die Zusammenarbeit das Carsharing-Netz in der Schweiz weiter aus.CO2-Ausgleich für 47 Millionen Kilometer
Mit «Cause We Care» können Kundinnen und Kunden von Mobility ihren positiven Beitrag für eine intakte Umwelt noch verstärken. Sie tragen mit einem freiwilligen Beitrag von 3 Rappen pro Kilometer dazu bei, dass die Emissionen, die bei der Fahrt ausgestossen werden, im gleichen Umfang anderswo eingespart oder aus der Atmosphäre entfernt und gespeichert werden. Mobility verdoppelt dabei jeden Klimabeitrag. So fliessen für jeden «Cause We Care»-Kilometer 6 Rappen in den «Cause We Care»-Fonds. Auch sämtliche Geschäftsfahrten von Mobility werden konsequent kompensiert. Seit dem Start des Projekts sind dadurch bereits mehr als 47 Millionen Kilometer ausgeglichen worden. Gemeinsam mit der Klimaschutzstiftung myclimate stellt Mobility die zweckgebundene Mittelverwendung aus dem Fonds sicher. Unter anderem wird damit der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur mitfinanziert, damit alle Mobility-Autos bald CO2-frei unterwegs sind.Fondsgelder fliessen in Klimaschutzprojekte
Mit den Mitteln aus dem «Cause We Care»-Fonds sind 2022 aber auch weitere Klimaschutzprojekte und -massnahmen unterstützt oder umgesetzt worden. Ein Beispiel: Durch einen freiwilligen Verzicht auf mögliche Holznutzungen wird in einem Waldgebiet in der Region Prättigau und Davos die Waldbewirtschaftung klimaoptimiert und so der Atmosphäre langfristig CO₂ entzogen. Dafür verzichten die Waldbesitzer auf mögliche Holznutzungen und verpflichten sich, die Einnahmen aus dem Verkauf der CO₂-Zertifikate in Massnahmen zu investieren, die zu einer erhöhten Widerstandsfähigkeit des Waldes beitragen und die Biodiversität im Wald fördern. Ein weiteres Projekt, welches unterstützt wird, beinhaltet Energiespar- und Solarkocher für Madagaskar. Durch die lokale Herstellung und Verbreitung dieser Kocher wird der rasanten Abholzung im Land entgegengewirkt. Zudem werden Kinder und Jugendliche in der Schule zum Thema Umweltschutz sensibilisiert und die Aufforstung vorangetrieben.V2X-Projekt: Geteilte Autos werden zu Powerbanks
Im September 2022 erfolgt der Startschuss des einjährigen Pilotprojekts «V2X Suisse» unter der Leitung von Mobility. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Forschung und Wissenschaft wird erstmals das Potenzial der bidirektionalen Technologie unter realen Bedingungen getestet. Dafür stellt Mobility 50 «Honda e» an 40 Standorten in der ganzen Schweiz zur Verfügung. Diese Elektrofahrzeuge speisen Energie aus ihren Batterien ins Netz zurück, wenn sie gerade nicht gefahren werden. Dadurch übernehmen sie die Rolle von fahrenden Powerbanks und könnten künftig – in grosser Zahl eingesetzt – kurzfristige Lücken in der Energieversorgung überbrücken und das Stromnetz stabilisieren. Auch dieses Projekt wird mit Mitteln aus dem «Cause We Care»-Fonds unterstützt.Mobility und Graubünden Ferien fördern nachhaltiges Reisen
Mobility geht mit Graubünden Ferien und dem Kanton Graubünden eine Partnerschaft ein, die ein Zeichen setzt für umweltfreundliches Reisen. Im Rahmen des Projekts «Graubünden nachhaltig mobil» werden fünf zusätzliche, elektrifizierte Carsharing-Standorte entlang des Alpine Circle geschaffen – alle bei Hotels, in der Nähe eines Bahnhofs der Rhätischen Bahn oder an einer Postauto-Haltestelle, so dass sie mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar sind. Als zusätzliche Anreize gibt es Vergünstigungen für Anwohner:innen und Hotelgäste. Im Dezember kann der erste Standort in Sils eröffnet werden, 2023 findet das Projekt seine Fortsetzung. - Wirtschaftlichkeit
Trotz Widrigkeiten resultiert ein Gewinn
Die Mobility Genossenschaft steigert 2022 den Umsatz leicht auf CHF 83.9 Millionen (+4.0%) und präsentiert einen Jahresgewinn von CHF 1.4 Millionen. Das Resultat ist tiefer als im Vorjahr (CHF 2.8 Millionen) aber deutlich besser als erwartet. Zu schaffen machen sowohl die stark gestiegenen Treibstoffpreise als auch die erhöhten Kosten durch Schadensfälle. Mobility investiert im Berichtsjahr unter anderem in den Ausbau der Elektro-Flotte, in Auf- und Ausbauten der IT sowie in Forschungsprojekte.Erstmals mehr als eine Viertelmillion Carsharer:innen
Immer mehr Nutzer:innen setzen auf Carsharing. Mobility verzeichnet 2022 ein Wachstum von knapp acht Prozent, womit erstmals mehr als eine Viertelmillion Menschen mit den roten, geteilten Fahrzeugen unterwegs sind. In absoluten Zahlen ausgedrückt steigt die Anzahl der Mobility-Kundinnen und -Kunden auf 261'000. Zudem kann Mobility 1000 neue Genossenschafter:innen begrüssen (Total: 74‘800).150 neue Firmen setzen auf Mobility
Erfolgreich ist Mobility auch bei der Gewinnung von Geschäftskunden. Hier kann 2022 ein Wachstum von 3 Prozent verzeichnet werden, oder anders ausgedrückt: 150 zusätzliche Unternehmen werden durch den Einsatz von Carsharing nachhaltiger, da sie ihre Flotte aufgeben oder zumindest dank Mobility reduzieren. Wir hoffen, dass im Business-Bereich bald wieder das Niveau der Jahre vor der Pandemie erreicht werden kann.Mobility reagiert auf Anstieg der Schadensfälle
In jüngster Zeit sieht sich Mobility mit einem starken Anstieg der Schäden bei den Fahrzeugen konfrontiert. Rund 3500 Fälle pro Jahr werden verzeichnet, was die Genossenschaft finanziell und organisatorisch belastet. Deshalb ergreift Mobility im Berichtsjahr ein ganzes Bündel an Massnahmen. Dazu gehört, dass Personen unter 25 nicht länger zur Emotion-Kategorie zugelassen sind. Weiter wird verstärkt darauf geachtet, gut übersichtliche Parkplätze bei den Standorten zu wählen. In Artikeln, Newslettern und anderen Kommunikationsmitteln sensibilisieren wir unsere Kundschaft. Und schliesslich schult Mobility die Mitarbeitenden im Aussendienst für die Spot-Repair-Methode, mit der kleinere Beulen oder Kratzer einfach und kostengünstig ausgebessert werden. Darüber hinaus hat das Unternehmen inzwischen 750 Fahrzeuge mit Sensorboxen ausgestattet, die starke Erschütterungen, Schläge und Beschleunigungen aufzeichnen. Damit will man dem Umstand entgegenwirken, dass viel zu viele Nutzende die von ihnen verursachten Schäden nicht melden.Das Ende des Freefloating-Angebots
Mobility stellt das Freefloating-Angebot «Mobility-Go» im Juni 2022 aufgrund sinkender Nachfrage und hoher Betriebskosten ein. Die Genossenschaft hat acht Jahre zuvor mit dieser Art des Carsharings gestartet, um Erfahrungen mit einem sich abzeichnenden Trend in Europa zu sammeln. Da die Nachfrage aufgrund der Corona-Pandemie zurückgeht, wird das Angebot 2020 zuerst in Genf eingestellt. Basel folgt zwei Jahre später. Nun wird Mobility die Erfahrungen aus dem Freefloating-Angebot nutzen, um das stationsbasierte Carsharing-Angebot weiter zu verbessern.Das Unternehmen stärkt die Cyber-Resilienz
Die IT-Umgebung eines Unternehmens muss laufend gegen Angriffe geschützt werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, die Menschen zu sensibilisieren, da sie oft das schwächste Glied der Kette darstellen. Deshalb hat Mobility im Herbst 2022 eine Security Awareness Kampagne für alle Mitarbeitenden durchgeführt. Auf spielerische und interaktive Art sind Kompetenzen im Bereich der digitalen Sicherheit vermittelt und gestärkt worden. Weitere Schulungen zur Stärkung der Cyber-Resilienz folgen 2023. Gleichzeitig arbeitet Mobility laufend mit externen Sicherheitsexperten zusammen, um potenzielle Lücken zu finden und einen hohen Schutzgrad der IT-Umgebung zu gewährleisten.Mit einem Transformationsprogramm fit für die Zukunft
Wir befinden uns in einer dynamischen Welt mit neuen Technologien, einer Zunahme der Komplexität und schnell ändernden Kundenbedürfnissen. Um diesen Entwicklungen und Herausforderungen gerecht zu werden, hat Mobility ein Transformationsprogramm definiert. Dieses ermöglicht es, strategische Stossrichtungen optimal durch Projekte zu implementieren und gleichzeitig flexibel zu bleiben. Dank des Transformationsprogramms und dessen Kernteams werden Projekte strategisch priorisiert, Abhängigkeiten koordiniert und die nötigen Kräfte effizient und effektiv eingesetzt. Eines der Resultate aus dem Transformationsprogramm ist die Modernisierung der Angebote und Tarife, die Mobility im Herbst implementiert hat. - Kundenfokus
Die Zufriedenheit der Nutzenden ist hoch und wächst
Am Ende des Tages funktioniert Carsharing nur, wenn die Kundinnen und Kunden das Angebot gut finden und es weiterempfehlen. Um jeweils zu wissen, wie die Stimmung der Kundschaft ist, greift Mobility auf die branchenübergreifende und standardisierte Methode des Net-Promoter-Score (NPS) zurück. Diese zeigt: Mobility-Nutzende sind äusserst zufrieden und loyal. Darüber hinaus ist diese Zufriedenheit 2022 im Vergleich zum Vorjahr um vier Punkte gestiegen. Ein exzellenter Wert, den wir noch weiter verbessern wollen.Mobility modernisiert die Angebote und Preise
Mobility passt sich der Zeit und den veränderten Bedürfnissen von Kundinnen und Kunden an und modernisiert die Angebote und Tarife per November 2022. Carsharing wird damit bedürfnisgerecht und fair für die Community. Gleichzeitig sichert die Genossenschaft ihr Geschäftsmodell für die Zukunft. Neu werden längere Fahrten dank Tagespaketen preislich interessanter, während Kurzfahrten im Schnitt leicht teurer sind. Das Jahres- wird zum Monatsabo und bietet somit mehr Flexibilität. Auch für Genossenschafter:innen lohnt sich der Wechsel aufs mobilityMEMBER Angebot, denn sie erhalten dreimal jährlich einen Rabatt auf Reservationen länger als 72 Stunden. Die Angebote gelten für neue Nutzende und stehen auch bestehenden Kundinnen und Kunden zur Verfügung.Ein neues Angebot für die junge Kundschaft
Ein besonderes Augenmerk richtet Mobility mit dem neuen Angebot mobilityYOUNG auf junge Nutzende. Für Personen unter 28 Jahren entfallen nach einer einmaligen Registrierungsgebühr die monatlichen Abokosten, zudem fahren sie zu den besten Konditionen (wie Genossenschafter:innen). Damit will Mobility einer jungen Kundschaft einen einfachen Eintritt in die Sharing-Welt ermöglichen und sie von nachhaltiger Mobilität überzeugen, noch bevor sie ein erstes Privatauto kaufen.Das Smartphone als Autoschlüssel
Seit Juli 2022 lassen sich alle Fahrzeuge der Mobility-Flotte via Bluetooth-Verbindung des Smartphones öffnen und schliessen. Diese Funktion ist für Freefloating-Autos in Basel bereits vor zwei Jahren eingeführt worden. Für die Ausweitung auf die ganze Flotte sind aber – wegen der komplexen Architektur der Mobility-Software – weitere Entwicklungen und Tests nötig gewesen. Umso schöner, dass Kundinnen und Kunden nun neben der Mobility-Card und dem Swisspass einen dritten Schlüssel zur Verfügung haben. - Soziale Verantwortung
Eine einzigartige Arbeitskultur
225 Menschen arbeiten bei Mobility permanent daran, Carsharing noch besser zu machen und auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden einzugehen. Für die meisten Mitarbeitenden handelt es sich nicht einfach um einen Job, sie sehen eine grosse Sinnhaftigkeit in ihrem täglichen Tun. Kombiniert mit flexiblen Arbeitszeiten, guten Sozialleistungen und finanziellen Beiträgen an ÖV-Tickets ergibt sich eine einzigartige Arbeitskultur. Mehr dazu erzählen die Mitarbeitenden selbst in diesem Video. - Finanzen und Cooperative Governance
Finanzbericht (Kurzversion)
Im vergangenen Jahr hat Mobility den 25. Geburtstag gefeiert und passend dazu erstmals mehr als eine Viertelmillion Kundinnen und Kunden gezählt (261'000). Die Menschen haben nach der Aufhebung der Homeoffice-Pflicht im Februar 2022 wieder stärker Carsharing genutzt, was bei Mobility unter anderem zu einer Umsatzsteigerung von 4 Prozent auf CHF 83.9 Millionen geführt hat. Die Genossenschaft präsentiert fürs Jahr 2022 einen Jahresgewinn von CHF 1.4 Millionen. Das Resultat ist deutlich tiefer als im Vorjahr (CHF 2.8 Millionen) aber besser als erwartet und kann somit als Erfolg eingestuft werden.Die weltweiten Krisen machen auch vor der Carsharing-Spezialistin nicht halt. Und so ist Mobility 2022 mit stark gestiegenen Preisen für Treibstoff, Energie und Fahrzeugbeschaffung konfrontiert. Zudem sorgt ein erhöhtes Schadensvolumen für Mehrausgaben im Fahrzeugunterhalt. Hinzu kommen Lieferverzögerungen bei E-Autos und Elektroladesäulen. Nicht zuletzt tätigt Mobility Investitionen in den Ausbau der Elektro-Flotte und der IT-Umgebung sowie in Forschungsprojekte wie V2X Suisse, bei dem das Potenzial des bidirektionalen Ladens untersucht wird. Auch im laufenden Jahr fliesst ein grosser Teil der Investitionen in Elektroautos und Ladesäulen, damit – wie geplant – ab 2030 emissionsfrei gefahren wird. Darüber hinaus arbeitet Mobility intensiv an der Verbesserung des Kundenerlebnisses, damit Carsharing noch digitaler und intuitiver wird.
Detaillierter Finanzbericht 2022
Cooperative Governance
Die Delegiertenversammlung kann nach dem Unterbruch durch die Pandemie 2022 wieder physisch stattfinden. Die Veranstaltung wird in Olten durchgeführt, wo die Teilnehmenden erstmals digital abstimmen können. Sie verabschieden die langjährige Verwaltungsrätin Sabine Kilgus und wählen dafür Rebecca Karbaumer, eine Umweltwissenschafterin mit Erfahrungen an der Schnittstelle von Politik, Immobilienwirtschaft und Carsharing-/Mikromobilität.Name
seit
Funktion/Fachreferent:in für
Verwaltungsrat
Markus Mahler
2020
Präsident des Verwaltungsrates
Rolf Georg Schmid
2012
Vizepräsidium Verwaltungsrat
Rebecca Karbaumer
2022
Mitglied Verwaltungsrat
Arnd Bätzner
2011
Mitglied Verwaltungsrat
Carol Chisholm
2019
Mitglied Verwaltungsrat
Geschäftsleitung
Roland Lötscher
2019
Geschäftsführer CEO
Peter Affentranger
2008
Leiter Human Resources CHRO
Alex Greuter
2021
Leiter Technology CIO
Luisa D’Amato
2018
Leiterin Operations COO
Lars Kläger
2020
Leiter Commerce CCO
Siegfried Wanner
2009
Leiter Finanzen CFO
Geschäftsprüfungskommission
Michael Naef
2022
Mitglied Geschäftsprüfungskommission
Luzia Wigger Stein
2013
Mitglied Geschäftsprüfungskommission
Sacra Tomisawa-Schumacher
2019
Mitglied Geschäftsprüfungskommission
Verwaltungsrat-Findungskommission
Guy Wolfensberger
2021
Mitglied VR Findungskommission
Stefan Zehnder
2017
Mitglied VR Findungskommission
Revisionsstelle Mobility Genossenschaft
BDO AG (Luzern), Marcel Geisser
2017
Leitender Revisor